Pressemeldung
Linke Darmstadt ruft zu Protesten am 1. Mai auf
Die Bundesregierung um Friedrich Merz löste in den letzten Wochen und Monaten Debatten um den 8-Stunden-Tag, das Recht auf Teilzeit, das Rentenniveau und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall aus. Die Deutschen müssten zum Wohle der Wirtschaft „den Gürtel enger schnallen“.
Hierzu erklärt, Ole Heide, Sprecher der Darmstädter Linken: „Von der Arbeiter*innen-Bewegung mühsam erkämpfte Rechte, die die meisten für selbstverständlich halten, werden aktuell in Frage gestellt. Das ist nicht nur sozial ungerecht, sondern gefährdet die Demokratie, wie sich am immer weiteren Erstarken der AfD erkennen lässt. Deshalb gehen wir am 1. Mai – dem Arbeiter*innen-Kampftag – gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen auf die Straße“.
„Statt immer weiterer Einsparungen am Sozialstaat braucht es eine gerechte Vermögens- und Erbschaftssteuer und die sofortige Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro. Die Bundesregierung treibt die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Arbeitnehmer*innen müssen zudem so bezahlt werden, dass die Löhne für ein gutes Leben reichen und am Ende des Arbeitslebens eine auskömmliche Rente steht, statt Altersarmut“, so Eva Haßelbeck, Sprecherin der Linken.
Darüber hinaus stellt sich Die Linke entschieden gegen die Debatte um Arbeitszeiterhöhung. Menschen brauchen Zeit für Erziehung von Kindern, Pflege von Angehörigen, Ehrenamt, Arztbesuche und Erholung. Auch die Debatte um angeblich zu hohe Krankheitstage ist ein Schlag ins Gesicht vieler Beschäftigter, die mit beruflich bedingten Erkrankungen, die auf einem Höchststand sind, zu kämpfen haben. Das Problem sei eher umgekehrt, dass zu viele krank zur Arbeit gingen. Eine Verlängerung von Arbeitszeiten würde diese Problematiken weiter verschärfen, statt für eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Privatleben, welches oft auch durch unbezahlte Care-Arbeit bestimmt ist, zu sorgen.
Am 1. Mai startet um 10 Uhr ein Demonstrationszug vom Messplatz zum Marktplatz, wo ab 11 Uhr eine Kundgebung und ein Familienfest, organisiert vom DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften, stattfindet.
