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Mietwuchercheck startet in Darmstadt
Der Mietwuchercheck ist ein einfaches Tool mit dem Mieter*innen nachschauen können, ob ihre Miete überhöht ist. Nun auch in Darmstadt!
Mietwuchercheck startet in Darmstadt
Der südhessische Bundestagsabgeordnete der Linken Jörg Cezanne stellte heute den Mietwuchercheck der Linken im Bundestag mit einer Aktion auf dem Luisenplatz vor. Vor einem vier Meter großen aufgeblasenen Miethai informierte er die Darmstädter*innen.
Seit diesem Montag können Mieter*innen in Darmstadt überprüfen, ob ihre Wohnung zu teuer ist. Die Linke im Bundestag hat ihren Mietwucher-Rechner seit Heute auch auf die drei hessischen Städter Kassel, Frankfurt und Darmstadt ausgeweitet. Mit dem Rechner kann man die Höhe seiner Miete anhand des Darmstädter Mietspiegels überprüfen.
So funktioniert der Mietwuchercheck:
Zur Prüfung muss man nur seine Miethöhe, die Wohnungsgrößen und einige Fragen zur Ausstattung beantworten. Wenn die ortsübliche Vergleichsmiete um mindestens 20% überschritten wird, ist es eine Ordnungswidrigkeit, bei mehr als 50%, kann sogar eine Straftat vorliegen. Wenn das der Fall ist, kann man automatisch das Darmstädter Wohnungsamt informieren, die dem Verdacht auf Mietwucher nachgehen muss. Das Wohnungsamt kann ein Bußgeld gegen den Vermieter verhängen die Absenkung der Miete durchsetzen. Man muss nicht selbst rechtlich gegen seine Vermieterin vorgehen.
Jörg Cezanne erklärt dazu „In anderen Städten, konnten Mieter*innen dank des Mietwucherchecks schon Wuchermieten erfolgreich senken lassen. Es gut, dass endlich auch in Darmstadt etwas gegen illegal hohe Mieten passiert. Damit nicht alle Mieter*innen individuell schauen müssen ob ihre Miete zu hoch ist, brauchen wir endlich einen bundesweiten Mietendeckel. Bis dahin stehen wir als Linke mit unserer praktischen Hilfe auf der Seite der Mieter*innen.“
Der Darmstädter Stadtverordnete Uli Franke ergänzt zur Situation vor Ort. „Wir werden der Stadtverwaltung auf die Finger schauen, dass sie Mietwucher konsequent verfolgt. Außerdem setzen wir uns für einen Mietendeckel beim Bauverein ein, hier kann die Stadt sofort etwas tun ohne auf neue Bundesgesetze zu warten."

