Pressemeldung
Prävention statt Repression – Soziale Drogenpolitik für Darmstadt
Die Linke zur Darmstädter Drogenpolitik im Zusammenhang mit dem Herrngarten und dem Scentral
Die CDU Darmstadt hat jüngst ein Konzept vorgestellt, das vor allem auf Polizei, Verdrängung und Abgrenzung setzt. Auch Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) fordert verstärkte Kontrollen und räumliche Einschränkungen der Szene im Herrngarten.
Beide Vorschläge haben eines gemeinsam: Sie erklären Suchtkranke zum Sicherheitsproblem – und verschärfen damit Stigmatisierung und Elend.
Die Linke Darmstadt setzt dem einen klaren Kontrapunkt entgegen: Sucht ist keine Ordnungsstörung, sondern eine gesundheitliche und soziale Herausforderung. Wer den Herrngarten mit Polizeidruck „zurückerobern“ will, treibt Menschen noch weiter in Unsicherheit und Abhängigkeit und macht den Herrngarten unsicherer für alle. Nachhaltige Lösungen entstehen nicht durch Repression, sondern durch Hilfe und eine gut ausgebaute Drogenhilfe mit genug Platz.
Zitat:
Aaron Schreiner, Kreissprecher der Linken Darmstadt, erklärt dazu:
„Während CDU und SPD mit mehr Polizei und Verdrängung reagieren, wollen wir die Ursachen von Sucht ernst nehmen. Suchtkranke Menschen auch in Darmstadt brauchen Schutz, medizinische Hilfe und soziale Perspektiven – nicht Stigmatisierung. Eine solidarische Stadtpolitik bedeutet, die Schwächsten zu unterstützen statt sie aus dem öffentlichen Raum zu drängen.“
Die Linke betont:
- Gesundheit statt Strafe: Suchtkranke brauchen Beratung, Therapie, Substitution und geschützte Konsumräume – nicht Verdrängung.
- Prävention statt Panikmache: Aufklärung und Jugendhilfe wirken besser als Polizeieinsätze.
- Soziale Ursachen ernst nehmen: Armut, Wohnungslosigkeit und Perspektivlosigkeit gehören bekämpft, nicht die Menschen.
Infostand:
Unter dem Motto „Prävention statt Repression – Soziale Drogenpolitik für Darmstadt“ lädt Die Linke am Samstag, 6. September 2025, ab 18 Uhr auf den Viktoriaplatz im Johannesviertel zu einem Infostand ein.
Der Stand bietet Informationen, Raum für Fragen und Gelegenheit zur Diskussion mit Fachleuten und Aktiven. Vor Ort sind u. a. der drogenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Ateş Gürpinar, sowie der Darmstädter Stadtverordnete Uli Franke.
